Ich habe ja heute meinen ersten offiziellen Screencast aufgenommen, zu Ehren der Erwerbs von diverser Hardware zur Ton-Aufzeichnung. Eine Anschaffung eines richtigen Mikrofons zur Aufnahme von Ton hatte ich schon lange vor, doch was kauft man, in was investiert man und man möchte vielleicht nicht soviel zum spielen ausgeben.
Da kam mir der Blog-Artikel von James Kovacs gerade recht in dem er beschreibt was er nutzt. Er nutzt das Audio-Technica AT2020. Dies gibt es hier in Deutschland für so um 99€. In Anlehnung seines Blogs mit Qualitätsvergleich mache ich dies nun auch. Von der Technik habe ich keine Ahnung, sie muss funktionieren. Technisches kann man bei James nachlesen.
Bestellung
Nun habe ich mich am Sonntag dann in den Online Musikladen meines Vertrauens gestürzt und ein wenig gestöbert was ich denn für mich so brauchen könnte. Da kam schon was zusammen, natürlich erstmal das Mikrofon. Dies gab es als USB und als XLR Ausführung. USB hätte den Vorteil ich kann es direkt am Rechner anschließen, der Nachteil ist ich kann es nur am Rechner anschließen. Dies ist etwas was ich nicht möchte da ich es auch woanders verwenden kann (ich denke da an Podcasts, Interviews, auch mal Unterwegs) und dann vielleicht zu eingeschränkt bin bei möglicher weiterer Hardware (z.B. Mehrspurrekorder).
Also kommt nur die XLR Ausführung in Frage, die braucht jedoch 48V Phantomspeisung. Dafür gibt es mehrere Lösungen, Vorverstärker, USB A/B Wandler. Ich habe mich für der Einfachheithalber für ein Set entschieden wo so ein Microport XLR/USB Wandler dabei war. Keine Ahnung ob der was taugt, aber ist im Set also wird’s schon passen dachte ich mir.
Dazu kam dann noch ein Mikrofonhalter, eine Spinne die das Mikro von schlägen auf dem Tisch entkoppelt, ein Tischarm für’s Mikrofon und ein Popp-Schutz.
Lieferung
Heute brauchte der UPS Mensch das Paket mit allen Inhalten vorbei, bis auf die Spinne funktioniert alles, die habe ich wohl eine Nummer zu eng gekauft, ich bekomme das Mikrofon da nicht rein.
Entäuschung
Nachdem ich das dann alles in Betrieb genommen hatte habe ich den Screencast aufgenommen. Und es wurde zurecht eine nicht ganz so gute Tonqualität vernommen, als ob ich zu weit wegwäre. Ich war schon was unzufrieden, da ganze Geld und dann sowas. Somit schob ich es auf die Software. Aber die war nicht an allem Schuld.
Ganz wichtig bei so einem Semi-Pro mit Nierencharakteristik ist das man es auch an die richtige Stelle beschallt. Dies habe nich nicht gemacht, ich habe oben hineingesprochen, was für dieses nicht ganz so gut war. Es gibt welche da funktioniert dies.
Ok, ich verspreche nun immer seitlich reinzusprechen, aber auch nur von vorne.
Alles wieder gut
Nachdem mir nun bekannt es von welcher Stelle ich das Mikrofon zu beschallen habe ich nun auch den Qualitätsvergleich gemacht. Mir stehen nun 3 externe Mikrofone zu Verfügung.
- Microsoft WebCam LifeCam VX-7000
- Logitech Premium Notebook Headset USB
- Audio-Technica AT220
Mit dem Headset war ich so zufrieden, es macht seinen Job war nicht teuer und für LiveMeetings und so hat es gereicht. War das gerade nicht greifbar wurde auf das Mikro der WebCam zurückgriefen (Messenger & Skype). Ich musste mich ja nicht hören.
Zur Test Aufnahme habe ich also das Headset aufgezogen, und mich so vor das neue Mikro positioniert wie ich auch am Rechner arbeite und in Standard WebCam abstand bin. Dann habe ich die Pegel aller Mikrofone auf einen ähnlichen Stand gebracht um eine gleiche Lautstärke zu haben.
Mit der Software MixPad (Mehrspur Aufnahme) habe ich dann in einem Take alle drei Mikrofone im Kasten gehabt. Somit gibt es keine Betonungsunterschiede.
Hier nun kleine Miniplayer zum abhören. Das Getöse im Hintergrund ist wohl die Dockingstation, kommt mir hier im Betrieb nicht SOO laut vor. Aber heute ist es hier auch was wärmer. Bis auf die Umwandlung in MP3 wurde die Aufnahme nicht nachbearbeitet.
Microsoft WebCam LifeCam VX 7000
Logitech Premium Notebook Headset USB
Audio-Technica AT2020
Und alle drei zusammen
Ein Urteil kann sich nun jeder selbst bilden, entäuscht bin ich jedenfalls nicht mehr. Zumal durch die Nierencharakteristik die Hintergrundgeräusche gut gefiltert werden.
Für den XLR/USB Adapter braucht man keine Treiber (Windows7/Vista), auch bietet er auch noch einen Kopfhörer-Anschluss an den der Rechner die Soundausgabe schicken kann.
Print | posted on Tuesday, August 10, 2010 10:55 PM
Der Eintrag ist mir etwas Wert